strahlenbelastung beim fliegen – gedanken & sorgen

Ich muss hier doch noch einen Beitrag zum Thema „Sorgen“ schreiben. Das Fliegen mit Baby ist eine Herausforderung. Es muss einiges bedacht werden: Wird das Kind noch gestillt, bekommt es PreMilch, isst es schon, was isst es, wie kann ich es während des Fluges am Besten füttern? Sitzt das Baby schon, hat es einen eigenen Sitzplatz, wird der Autositz für den Flug mitgenommen, kann es noch in der Babyschale schlafen? Es kommen viele Frage zusammen!

Unser Sohn kann schon sitzen, da wir ihm aber kein volles Flugticket gekauft haben, hat er keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Während des Fluges muss er auf dem Schoß sitzen, bei Start und Landung wird er an dem Gurt eines Elternteils mit einem extra Babygurt angeschnallt. Dann heißt es kreativ sein – das Kind unterhalten, bespaßen, Spiele im Sitzen spielen und ab und zu im Gang krabbeln lassen – so sieht mein Plan aus. Natürlich hoffe ich, dass er die meiste Zeit schlafen wird. Viele Fluggesellschaften haben Familienplätze, bei denen Babybetten an der Wand montiert sind. Das Kind darf dafür aber nicht mehr als 10 kg wiegen.

Der erste Flug von Hamburg nach London wird sicherlich unproblematisch. Wir fliegen früh morgens los, sodass unser Kleiner die kurze Zeit bestimmt schlafen wird. Der Flug nach New York dauert „nur“ 7 Stunden, auch die Zeit kann mit Spielen, Essen und Schlafen überbrückt werden. Den erste langen Flug haben wir von Honolulu nach Sydney (und dann weiter nach Christchurch). Die Flugzeit beträgt fast 10,5 Stunden – leider tagsüber, ein Nachteil bei Flügen in den Westen. Hoffentlich sind wir zu diesem Zeitpunkt geübt, was das Packen, Einchecken, Starten, Landen und Umsteigen betrifft.

Neben dem organisatorischen Aufwand ist das Thema Strahlenbelastung während eines Fluges bei Vielen sehr präsent. Ein Faktor, der auch in meinem Kopf schwirrt. Die Diskussion um die kosmischen Höhenstrahlung ist umstritten. Die Belastung im Flugzeug ist deutlich höher als am Erdboden. Angeblich ist die Gefahr gering, gesundheitliche Schäden davon zu tragen – es kann zumindest nicht eindeutig belegt werden. Dennoch finde ich wichtig zu wissen, dass die Strahlen in solchen Flughöhen, wie man sie auf Langstreckenflügen erreicht, nicht abzuschirmen sind – wie beispielsweise beim Röntgen.

(Ich kenne mit weder mit Physik noch mit dem Universum aus, habe nur angefangen etwas über das Thema zu lesen.) Höhenstrahlungen werden auf dem Weg zur Erdoberfläche immer schwächer, sind auf der Erde aber vorhanden. Ein Teil der ungesunden Strahlung lenkt das Sonnensystem ab. Je größer die Sonnenaktivität, desto geringer die Strahlenbelastung, weswegen sie in Äquatornähe geringer ist als an den Polen. Die durchschnittliche Strahlenbelastung auf der Erde liegt bei 2.000 Mikro-Sievert (µSv) pro Jahr. Bei einem Flug nach New York liegt der Wert, laut dem Bundesamt für Strahlenschutz zwischen 32 und 75 Mikro-Sievert. (Auch mit den Werte kenne ich mich nicht aus – habe auf Grund der Zahlen aber eine bessere Vorstellung davon.) Es ist eine zusätzliche Belastung und Kinder sind strahlenempfindlicher als Erwachsene. Die Belastung schwankt allerdings stark. Sie hängt von Flugdauer, -höhe, -route und Sonnenaktivität – die sich alle elf Jahre ändert – ab. Auch auf der Erde schwankt der Wert. Je nach Aufenthaltsort liegt er zwischen 1.000 und 6.000 Mikro-Sievert pro Jahr.

Auch wenn auf der Erde die Strahlungen unterschiedlich hoch sind, ist das Fliegen eine zusätzlich Belastung für den Organismus. Fliegen, Auto und Schiff fahren sind Erfindungen, die die Gesundheit beeinträchtigen. Wenn man in einer Großstadt wohnt, ständig an Hauptstraßen „spazieren“ geht und die Elbe mit den Kreuzfahrt- und Containerschiffen mit giftigen Abgasen vor der Tür hat, spricht so einiges gegen ein gesundes Leben. Ich müsste also über eines auf dem Land nach denken.

Wenn man möchte, kann man eine lange Liste mit Dingen erstellen, um die man sich sorgen kann. Man sollte sich damit auseinandersetzen, um für sich den bestmöglichen Weg zu finden. Ich bin keine Vielfliegerin und plane auch keine regelmäßigen Weltreisen / Langstreckenflüge mit meiner Familie. Natürlich würde ich gerne auf die Flüge verzichten. Es ist aber nun mal die einfachste Möglichkeit, weit entfernte Ländern kennenzulernen und viel von der Welt zu sehen.

An dieser Stelle könnten nun die vielen Vorteile aufgezählt werden, welche das Reisen, das Kennenlernen fremder Kulturen und unbekannter Menschen auf die Entwicklung der Persönlichkeit haben. Das psychische Empfinden ist eng verknüpft mit dem physischen – heißt zuhause unglücklich sein, kann genauso krank (oder eben auch nicht) machen, wie auf Reisen sein. Da fast alles im Leben unkalkulierbar ist, kann ich mich auf die kommende Reise freuen!

Quelle: bfs.de, zeit.de, faz.net.

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